Wie spielt man BlackJack? Anleitung für Anfänger

Was ist der Unterschied zwischen einem Einsteiger und Profi-Spieler? Der Erste versucht zu erraten, welche Karte als nächste kommt, und verlässt sich ausschließlich auf das Glück. Ein Profi folgt einer bestimmten Strategie und berechnet jede einzelne Entscheidung. Demzufolge machen die Neulinge dem Casino ständig Profite. Professionelle Spieler profitiert selbst von dem Casino.

Der Anfänger entwickelt sich erst zum erfahrenen Spieler, wenn er das Spiel und seine Regeln richtig kennt. Darüber hinaus muss man Bankroll Management beherrschen und die wichtigsten Strategien praktizieren. Übung und Zielbewusstsein werden Sie unbedingt zum Erfolg bringen.

Grundbegriffe im BlackJack

Regeln, Begriffe und Fachjargon bilden eine wichtige Basis für Ihre Spielkompetenz. Sie müssen die Terminologie verstehen, mit der man am Tisch konfrontiert wird und welche die erfahrenen Spieler verwenden. Nachdem Sie diese Grundbegriffe kennenlernen, werden sie keine Probleme mit dem Verständnis von BlackJack haben.

BlackJack Glossar

Am häufigsten sind beim BlackJack folgende Begriffe zu treffen:

  • Hit oder Draw – Sie fordern eine weitere Karte vom Dealer. Dabei bleibt der Einsatz der gleiche.
  • Stand – Sie brauchen keine zusätzliche Karte
  • Hand – Die ersten 2 Karten, die dem Spieler vom Dealer verteilt werden.
  • Split - Wenn zwei Karten denselben Wert haben, hat der Spieler die Möglichkeit, diese zu trennen. Sie platzieren noch einen Einsatz in der Höhe von dem Ursprünglichen und bekommen noch eine Karte für jede Hand.
  • Bust – Wenn Sie den Wert von 21 Punkten überschritten haben. Dabei verlieren Sie automatisch Ihren Einsatz. Wenn der Dealer 21 Punkte überschreitet, dann gewinnen Sie automatisch, sobald Sie unter der 21 bleiben.
  • Double – Sie wollen Ihren Einsatz verdoppeln und bekommen eine zusätzliche Karte. Danach ist kein Draw mehr möglich.
  • Triple – Wird nach dem Double verwendet. Falls Sie eine zusätzliche Karte benötigen, müssen Sie noch einen dritten Einsatz in der Höhe vom Vorherigen machen.
  • Push – Bezeichnet den Gleichstand, wobei weder der Spieler noch der Dealer verlieren oder gewinnen.
  • Surrender oder Aufgeben – Wenn Sie aus der Runde aussteigen möchten. Sie bekommen die Hälfte Ihres Einsatzes zurück. Diese Option ist nicht bei jeder BlackJack Variante verfügbar.
  • Insurance oder Versicherung – Wenn der Dealer ein Ass als offene Karte bekommt, haben Sie die Möglichkeit sich vom BlackJack zu versichern und eine weitere Wette zu tätigen. Erhält der Dealer tatsächlich einen BlackJack, haben Sie Ihre Versicherungswette gewonnen.
  • Unit oder Einheit – Standardhöhe des Einsatzes am Tisch.
  • Upcard – Die offen sichtbare Karte des Dealers.
  • Box - Der Platz am BlackJack Tisch.
  • Natural BlackJack – Kombination aus zwei Karten: einem Ass und einer Karte mit dem Wert von 10 Punkten. Im klassischen BlackJack wird diese Kombination 3:2 ausbezahlt. Sammelt man 21 Punkte aus 3 Karten, nachdem man eine zusätzliche Karte genommen hat, bekommt man eine Gewinnauszahlung von 1:1.
  • Bankroll – Das Budget oder Gesamtkapital, über das der Spieler am Tisch verfügt.
  • High Roller – Ein Spieler, der sehr hohe Wetten setzt.

Manche Begriffe werden nur im Offline Casino verwendet. Zum Beispiel bezeichnet der Begriff „shoe“ ein Kästchen, in dem die Karten vor dem Austeilen aufbewahrt werden. „cut“ bezeichnet Aufteilen vom Deck, nachdem es vom Dealer gemischt wurde. Im Online Casino sind diese Begriffe unbrauchbar.

„Weiche“ und „harte Hand“

Harte Hand oder weiche Hand bezeichnet eine Kombination aus zwei Karten ohne Ass, die mit mehr als 11 Punkten gewertet wird. Bei solch einer Hand ist das Risiko hoch 21 Punkte zu überschreiten, wenn der Spieler eine weitere Karte nimmt. Es handelt sich um „Hard Hand“ bei folgenden Kombinationen:

  • 10 und 3 – eine Hard 13.
  • 9 und 5 – Hard 14.
  • 8 und 7 – Hard 15.
  • 9 und 8 – Hard 17.

Kombinationen aus niedrigen Karten zählen nicht als Hard Hand. Haben Sie 2 oder 3 ausgeteilt bekommen, haben Sie die Möglichkeit ohne Risiko weitere Karten zu ziehen.

Soft Hand ist eine Hand mit Ass und einer weiteren Karte von 2 bis 6. In dieser Situation ist die Überschreitung von 21 Punkten beim Hit nicht zu befürchten, da der Wert des Asses von 11 zu 1 geändert werden kann.

Wenn Sie eine Hand im Wert von 18-20 Punkten bekommen haben, ist es ratsam keine weitere Karte zu ziehen. Daher ist eine Hand mit Ass und 7, Ass und 8 sowie Ass und 9 keine Weiche Hand.

Fünfkartentrick oder Five Card Charlie

Fünfkartentrick ist eine zusätzliche Gewinnmöglichkeit bei manchen BlackJack Varianten. So nennt man beim BlackJack eine Hand, die aus 5 Karten besteht und 21 Punkte nicht überschreitet. Mit einem Five Card Charlie gewinnt man automatisch.

Varianten von Five Card Charli:

  • Five Card Charlie. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 1:50, dass man fünf Karten zieht, ohne mehr als 21 zu haben. Hausvorteil wird somit um 1,46% reduziert, deshalb kommt diese Variante nur selten vor.
  • Six Card Charlie. Es ist theoretisch jede 400. Hand möglich. Hausvorteil sinkt um 0,16%.
  • Seven Card Charlie. Die Chancen liegen bei 1:4600. Hausvorteil verliert nur 0,1%.
  • Eight Card Charlie. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 1:79000. In diesem Fall hat das Casino fast kein Risiko.
  • Nine Card Charlie. Die Chancen liegen bei 1:2 Millionen.
  • Ten Card Charlie. Ist beim Spiel mit drei oder mehr Decks möglich. Dazu braucht man zehn Zweien oder neun Zweien und ein Dreier. Tan Card Charlie kommt einmal in 10 Millionen Händen.

Manche Casinos geben einen besonderen Preis für 8-10 Charlie. Solche Kombinationen sind eher unwahrscheinlich, deshalb sollte man sich darauf nicht verlassen. Bei geringer Wahrscheinlichkeit zahlt sich diese Strategie nicht aus.

Bankroll Management

Wer gerne BlackJack spielen möchte, sollte sich dessen Bewusst sein, dass die Erfahrung Geld kostet. Es wird Ihnen definitiv nicht leicht fallen in der Anfangsphase Gewinne zu erzielen. Sie werden Anfangs von der Spannung und der Aufregung überfordert sein und werden bestimmt Fehler machen. Diese werden sich negativ auf Ihr Budget auswirken.

Mit weiser Verwaltung Ihres Geldes können Sie sich gegen große Verluste absichern. Bestimmen Sie vorab eine Geldsumme, die Sie sich leisten können an einem Abend zu verlieren. Dementsprechend wählen Sie einen Spieltisch mit einem Mindesteinsatz, der 5% oder weniger von dieser Summe beträgt. Wenn Sie gleich einen hohen Betrag setzen würden, riskieren Sie Ihre Bankroll nach wenigen Partien komplett zu verlieren.

Legen Sie Limits für jede Sitzung fest, die Sie niemals überschreiten werden. Wenn Sie den Betrag verlieren, hören Sie auf zu spielen und versuchen Sie sich etwas abzulenken. Dies mag zu Beginn nicht leicht sein. Erliegen Sie aber nicht der Versuchung weiter zu spielen in der Hoffnung den Verlust schnell wieder wettzumachen.

Sie dürfen allerdings mit dem gewonnenen Geld weiter spielen. An erfreulichen Abenden können Sie BlackJack länger genießen. Sollen Sie eine große Summe gewonnen haben, ist es empfehlenswert das Geld auszuschütten und für später beiseite zu legen.

Haben Sie Tagesbankroll beherrscht, können Sie Monatsbankroll einplanen. Mit dem angesparten Geld haben Sie nun die Möglichkeit höhere Wetten zu setzen. Vermeiden Sie auf jeden Fall große Verluste, sonst müssen Sie auf das Spiel bis zum nächsten Monat verzichten.

Setzsysteme

Beim BlackJack werden dieselben Setzsysteme wie beim Roulette angewandt. Die populärste davon ist das Martingale System. Sie beruht sich auf dem Prinzip, dass der Einsatz im Verlustfall verdoppelt wird. Im Gewinnfall werden die bisherigen Verluste ausgeglichen und der Spieler wird dabei im Plus sein.

Betrachten wir das Martingale System auf einem Beispiel. Sie haben mit einem Euro Einsatz gestartet und nach fünf schlechten Runden 31 Euro verloren. In der nächsten Runde sollten Sie dem System nach 32 Euro setzen. Im Fall des Erfolgs haben Sie die Verluste wiedergutgemacht und 1 Euro dazu gewonnen. Neben dem Martingalen System sind andere Wettsysteme beim BlackJack beliebt: Fibonacci System, Gütting Progression, Parlay System und andere.

Diese Systeme haben drei Nachteile:

  • Wenn Sie eine lange Pechsträhne erwischen, werden Sie mit Sicherheit Ihre Bankroll überschreiten.
  • Tischlimit begrenzt den Maximaleinsatz, sodass eine weitere Verdopplung irgendwann nicht mehr möglich ist.
  • Hohe Summen wird man somit nicht gewinnen.

Man verwendet diese Setzsysteme, um das Spiel länger zu genießen und sich vom Verlust abzusichern. Für große Gewinne sind Setzsysteme unbrauchbar.

Grundstrategie

Eine einfache Regel wird Ihnen dabei helfen mehrere BlackJack Runden zu gewinnen. Und zwar sollten Sie die verdeckte Karte vom Dealer mit 10 Punkten zählen. Hält der Dealer eine 8, dann sollen Sie mindestens 18 Punkte sammeln, um ihn zu schlagen. Gleichzeitig sollen Sie einen Überkauf vermeiden. Auf einer harten 19 sollen Sie niemals kaufen.

Am günstigsten für Sie ist es, wenn die Karte des Dealers eine 6 ist. 16 Punkte sind leicht zu schlagen. Der Dealer muss immer bei einem Wert von 16 eine neue Karte nehmen, dabei besteht eine hohe Chance, dass er sich überkauft. Wenn Sie eine Hand von harten 14-16 Punkten haben, sollen Sie eine weitere Karte verlangen oder mithilfe der Option Surrender aussteigen. Je nachdem welche Kartenkombination der Dealer bekommt, wird die Entscheidung getroffen.

Bei den weichen Kombinationen sind mehrere Handlungsvarianten möglich. Dazu sind gute Spielkenntnisse erforderlich. Man muss die verdeckte Karte vom Dealer sowie die Gewinnchancen für das Ziehen der zusätzlichen Karte berechnen. Eine Regel ist dabei zu befolgen: verdoppeln Sie die weiche Hand gegen eine 4, 5 oder 6 des Dealers. Somit werden Ihre Gewinnchancen erhöht.

Durch Erfahrung und Übung werden Sie im BlackJack immer mehr Erfolg haben. Schon in ein paar Monaten werden Sie automatisch richtige Entscheidungen treffen und ein Gefühl fürs Spiel entwickeln. Sie werden eine eigene Spieltechnik entwickeln, die Ihnen dazu verhelfen wird, das Casino zu schlagen und den Spaß am Spiel zu genießen.